Am 18.02 um 05:37 Uhr Brand Gastronomie


Brand Gastronomie – Vollbrand
Einsatzdatum: 18. Februar 2021

Details Einsatzbericht

Alarmierung: 18.Februar 2021, 05:37 Uhr

Einsatzort: Kirchdorf | Kaiserbachtal

Einsatzart: Brand Gastronomie

Alarmierungsart: SIRENE | Pager SAMMELRUF

Einsatzleiter: HBI Wörgötter Josef

Mannschaft: 140 Mann

Einsatzfahrzeuge: TLF-A, DLK 23/12, LFB-A, KLF-A, LAST

Weitere Einsatzkräfte: FF St.Johann, FF Schwendt, FF Erpfendorf, FF Kössen,                 FF Oberndorf, Bez. Feuerwehrinspektor, Bez.-Feuerwehrkommandant, Bez. Feuerwehrkommandant-Stv., Bez. Feuerwehrschriftführer, Bez.Feuerwehrkassier, Abschnittskommandant St.Johann, Polizei mit Brandermittler, Rettungsdienst Tirol, 2 Kranfahrzeuge, 2 Streufahrzeuge

Vollbrand mehrerer Almgebäude auf 1.024 Meter Seehöhe


In den frühen Morgenstunden des 18.Februar 2021 wurde die Feuerwehr Kirchdorf zu einem Brand Gastronomie um 05:37 Uhr von der Leitstelle Tirol via Pager und Sirenenalarm alarmiert.

Laut Notruf bei der Leistelle Tirol steht die Griesner Alm im Kaiserbachtal auf einer Seehöhe von 1.024 Meter in Vollbrand. Aufgrund der eindeutigen Alarmmeldung wurde zeitgleich die FF St,Johann sofort mitalarmiert.

12 km, 20 min Einsatzfahrt und Wassermangel


Da zum Einsatzort eine Fahrzeit von mehr als 20 Minuten benötigt wird, wurden noch während der Anfahrt die Feuerwehren Schwendt, Erpfendorf, Kössen und Oberndorf durch den Einsatzleiter der Feuerwehr Kirchdorf zur Löschhilfe angefordert.

Beim Eintreffen des Einsatzleiters wurde festgestellt, dass nicht nur der Gasthof, sondern auch die Garage und das nebenstehende Almgebäude im Vollbrand standen und daher stellte sich diese Entscheidung als richtig heraus!

Durch die jahreszeitlich bedingte Wasserknapppheit gestaltete sich die Brandbekämpfung äußerst schwierig.

Tanklöschfahrzeuge stellten durch einen eingerichteten Pendelverkehr zum 5 km entfernten Teich, beim Gasthof Griesenau die Löschwasserversorgung sicher. Aus dem dortigen Teich wurden mit zwei Tragkraftspritzen das Löschwasser zur Befüllung der Tanklöschfahrzeuge verwendet.

Gleichzeitig wurde am Kaiserbach, der direkt neben der Einsatzstelle vorbeifließt, eine große Saugstelle errichtet, wo 3 Tragkraftspritzen die notwendige Wasserversorgung sicherstellen konnten und damit der Pendelverkehr wiedereingestellt werden konnte.

An einem Atemschutz-Innenangriff war aufgrund des massiven Brandverlaufes und der damit verbundenen Einsturzgefahr nicht mehr denken.

Unterstützung durch Kranfahrzeuge


Die Gebäude stand schon einige Stunden im Brand, was auch ein Foto von einer Webcam, um 02:30 Uhr einen Feuerschein aus dem Kaiserbachtal sieht, bestätigt. Aus diesem Grund konnte, bei den in Vollbrand stehenden Gebäuden, leider nicht mehr gerettet werden.

Als das Feuer unter Kontrolle war, wurde mit Hilfe von 2 LKW-Kranfahrzeuge die Blechdächer des dreistöckigen Gasthofes entfernt und die notwendigen Nachlöscharbeiten durchgeführt.

Um 14:30 Uhr konnte durch den Einsatzleiter Brand aus gemeldet werden.

Schwierigste Einsatzbedingungen


Eine große Gefahrenquelle stellte ein großer, vollgefüllter Flüssiggastank dar, der permanent gekühlt wurde.

Die Mautstraße Kaiserbachtal ist in den Wintermonaten für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Eine Herausforderung war die Anfahrt zur Alm, da diese teilweise komplett vereist war.  Durch Streuwägen der Gemeinde Kirchdorf und der Straßenmeisterei St.Johann mehrmals Streusalz auf die Fahrbahn aufgebracht.

Eine weitere Herausforderung war die Kommunikation zwischen den Einsatzkräften, da es in diesem Gebiet fast keinen Funk- sowie Handyempfang gibt. Dadurch wurde vom Bezirksfeuerwehrverband Kitzbühel die Mobile Funkgateway Station aufgebaut.  

Die Verpflegung der Einsatzkräfte mit warmen Getränken und Speisen wurde durch Mitglieder innerhalb der Feuerwehr Kirchdorf organisiert. 

Kommandant HBI Josef Wörgötter: „Ein großer Dank gilt allen Feuerwehrmitgliedern, Blaulichtorganisationen sowie der Straßenmeisterei St. Johann für ihren Einsatz und für die hervorragende Zusammenarbeit!“

Einsatzende


Um 17:35 Uhr konnte der Leitstelle Tirol die Einsatzbereitschaft mittels Statusmeldung übermittelt werden.

Im Einsatz standen die Feuerwehren Kirchdorf, St.Johann, Schwendt, Kössen, Erpfendorf und Oberndorf mit 23 Einsatzfahrzeugen und ca. 150 Mann sowie 22 Atemschutz-Trupps, vom Bezirksfeuerwehrkommando Kitzbühel: Bez. Feuerwehrinspektor, Bez. Feuerwehrkommandant und Stellvertreter, Bez. Feuerwehrschriftführer, Bez. Feuerwehrkassier, Abschnittskommandant St.Johann, Polizei mit Brandermittler, Rotes Kreuz mit Einsatzleiter Rettung, zwei Kranfahrzeug privater Firmen sowie zwei Salzstreufahrzeuge.


 

Vormittags

   

Nachlöscharbeiten